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Denkmalschutz… usw

Unsere Mutter Natur ist jedes Jahr sehr fleißig. Blumen und Bäume wachsen in die Höhe, erfreuen uns mit ihrer Farbenvielfalt und reinigen unsere Feinpartikel belastete Luft. Leider muss man hin und wieder den einen und anderen Strauch kürzen, bevor sie Überhand nehmen und wild in der Gegend rum wachsen. So haben auch wir mit Genehmigung der Wildbachbehörde, einige Sträucher und Bäume am Etschufer zurechtgestutzt. Unser Senior, Edl, hat sich dann zusammen mit unserem Hausmeister Heinrich gleich daran gemacht, Ufer und Zugänge zum Fluß zu beschneiden. Gerade Mal die Hälfte geschafft, mussten wir auch schon wieder aufhören. Da meint man, man hat eine Genehmigung und dann ist doch wieder nichts. Unsere liebe Sekretärin hatte dann zwei griesgrämige Herren bei sich in der Rezeption stehen, die nur meinten: „Sie haben sofort die Tätigkeit einzustellen!” Unsere Nadia meinte darauf hin etwas geschockt: „Entschuldigen sie bitte, aber um welche Tätigkeit handelt es sich denn?” Dann rückten die Herren erst mit der Sprache raus, dass sie von der Wildbachbehörde wären. Dann wussten wir woher der Wind wehte. Angeblich hätte mein Großvater die kleinen Bäumchen, die in 2 Jahren sowieso wieder geschnitten werden müssten, geschnitten, obwohl laut Vertrag, diese hätten stehen bleiben müssen. Nichts desto trotz stellte Senior Rinner die Arbeiten ein.
Aber jetzt 5 Monate später fragen wir uns, wo denn die Umweltschützer bleiben. Bäume schneiden, stutzen oder zurück schneiden ist ja alles gut und Recht, doch gleich dem Boden gleich machen? Hätte das wirklich sein müssen? Sie fragen sich sicher von was ich da jetzt rede und das werde ich ihnen sagen. Die Jahre alten Pappeln, die nicht nur den Dorfeingang schmückten, sondern auch Wahrzeichen der berühmten „Via Claudia Augusta”, waren, wurden kurzer Hand durch eine Entscheidung unseres Bürgermeisters dem Erdboden gleich gemacht. In den Zeitungen hieß es, dass sie ein Sicherheitsrisiko gewesen sind. Nur komisch dass nur wenige Tage vorher auf der Straßenseite gegenüber, ein Gemeindeprojekt gestartet wurde, das ein neues Dach mit Sonnenkollektoren vorsieht. Logisch, dass wir uns fragen: “Sind die schönen alten majestätischen Pappeln vielleicht der Sonne im Weg gewesen und  hätten sie vielleicht auf die Kollektoren Schatten geworfen?” Kurzer Hand sie waren wohl im Wege und wurden einfach platt gemacht. Dafür stehen jetzt niedlich kleine Zahnstocher – genannt Linden-Bäumchen – an ihrer Stelle. Die sich in einigen Jahrzehnten hoffentlich wieder so majestätisch im Vinschgerwind bewegen, wie die Pappeln, die im Frühjahr 2010 gefällt wurden.

In Gedenken an „stumme Zeugen der Zeit”
Eure Carolyn

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