Slideshow
Lade Dir den Flash Player, um die Diashow zu sehen.
Translator
German flagItalian flagEnglish flagRussian flagDutch flag     
Verzeichnisse

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de

Blogverzeichnis

Eine Woche einer Hoteliers-Tochter…

Wie jeden Tag wirbelt ein Blondes Mädel in der Gastwirtschaft rum, lacht und wird von ihrem Kellner geärgert. Locker und lustig arbeitet Jungchefin und Kellner die Bestelllisten ab und bedienen mit schnellen Schritten ihre Gäste.
Dass eine Hotelliers-Tochter im Betrieb mit hilf, ist für mich selbstverständlich, denn nur so kann und habe ich den Kontakt zu den Kunden, den vielleicht nicht nur ich suche… denke ich mir und stelle den Teller ein.

Junghoteliere müssen schon so einiges können, um sich im elterlichen Betrieb behaupten zu können. Oft ist es gar nicht so einfach alles richtig zu machen und den Durchblick zu haben, doch wer nicht wagt, der nicht gewinnt. So habe ich kurzer Hand den Hotelier auf eine Regatta geschickt und die Hotelierin zu ihren Eltern. Damit haben sie auch mal frei.

Der 1. Tag verlief so weit reibungslos und ich war glücklich wie es verlief… bis der Abend kam…Stromausfall auf dem Campingplatz. „Hm…”, dachte ich so bei mir: „Da war doch schon mal, wenn ich mich genau erinnere.” In einem Galopp ging es dann durch den Betrieb. Ich kontrollierte alle Stromkästen, die mir so schnell einfielen, aber alle waren in Ordnung. Es dauerte gerade mal 6 Stunden, dass Herr Papa und Frau Mama aus dem Haus waren und schon stand die erste Feuertaufe an. Mit Hilfe des Senior-Hoteliers und den betroffenen Campinggästen gingen wir auf die Suche, nach der Ursache. Wir gaben die Suche auf, so um 21 Uhr. Am nächsten Tag wurde mir bei einem Telefonat erklärt, dass das Problemchen ein alt bewährtes ist und mit einem kleinen Schalter zu tun hat. Ich wusste doch, dass mir das irgendwo bekannt vorkam. Klasse war, dass meine Gäste, den Stromausfall recht locker und lustig annahmen und mir auch helfen wollten, den Fehler zu finden. Das ist klasse – ich habe einfach super Gäste. Kurzer hand betätigte ich dann den besagten Schalter und alles war wieder in bester Ordnung.

Am nächsten Morgen musste ich ein klein wenig meine Stellung als Chefin klar machen, aber der Rest des Tages war unspektakulär. Dann kam der Dienstag. Wie jeden Morgen schaute ich mal im Geschäft vorbei, half den morgendlichen Ansturm zu überwinden und machte mich dann auf in die Rezeption. Alles schien ganz normal. Die Sekretärin im Büro, eine ganz kecke Dame am Frühstücksbüffet, der ihren Arbeitsplatz darstellt, alles schien in bester Ordnung. Dann ein Piepsen. SMS: „ Hast du kurz Zeit, kann ich dich anrufen?” Mein Mädel aus dem Geschäft. Es ist Vormittag und die Sonne schien. Mein Handy klingelte und sie war am anderen Ende. Mit einer Stimme, die einer Dampflok glich, meinte sie nur: „Ich bin krank und alles tut weh. Kommst du ohne mich aus?” Tja was soll man da sagen!? „Kein Thema, schau, dass du dich hinlegst und wieder gesund wirst. Wir hören uns morgen, halt mich auf dem Laufenden, wie es dir geht.”

So, da dachte ich, heute ist Dienstag – Ruhetag, und ich kann endlich mal wieder die liegen gebliebenen Arbeiten aufarbeiten und dann so was. Gut ist nur, dass ich weiß, dass mein Mädel sich nur bei mir meldet, wenn es wirklich nicht mehr geht. Nun hieß es umorganisieren… das wäre doch gelacht. Da kam auch schon der zweite Paukenschlag. Meine Hydrauliker kamen in voller Montur und wollten mit dem Ausbau meiner Wohnung anfangen… Gleichzeitig sollte ich Rezeptions- und Geschäftsdienst machen und Handwerker beaufsichtigen!? Wie sollte ich das denn hinbekommen!?

Da die Klonmaschine noch nicht erfunden ist, stürzte ich mich in den Arbeitstrubel und versuchte mein bestes. Irgendwie bekommen wir das schon hin und dann ging alles ganz schnell: Hydrauliker an ihren Arbeitsplatz gebracht, 2. Mädel im Geschäft angewiesen, was zu tun sein und dass ihre Kollegin krank ist und ab ins Büro. Mittlerweile war es schon nach 12 Uhr Mittags. Arbeitsgrütel an, Telefone in die Taschen, etwas zu Knabbern in die andere Hand. Schnell noch eine Nachricht „Mädel krank – deshalb ab 18.30 geschlossen” für die Gäste ausdrucken. Dann hieß es auch schon Geschäftsdienst antreten. Von Ruhetag war gar keine Rede mehr… ;-)

Ich schaffte es dann um 18.50 aus dem Geschäft und sauste in das Restaurant wo auch schon meine Hausgäste mit Halbpension auf mich warteten. Abendessen… lecker… Bedienen, Gäste zufrieden sehen… das lohnt den ganzen Stress. Todmüde ging ich an diesem Abend dann zu Bett und musste mir eingestehen, ich weiß heute noch nicht so genau, wie ich das alles geschafft habe.

Mittwoch war dann eher wieder ein ruhigerer Tag… eine Sicherung flog auf dem Camping und die Arbeiten in meiner Wohnung gingen weiter, sonst war weiter nichts…
Ich organisierte mein Team für den nächsten Tag, denn am Donnerstag musste ich ins Pustertal auf eine Versammlung. „Wer hatte nur diese Schnapsidee!? Die Fahrt würde länger dauern als die ganze Versammlung. Aber was tut man nicht alles für die Allgemeinheit…”
Start war um 7.30 – Rückkehr um 18.30 Uhr… langer Tag für eine Sitzung. Wieder zurück ging ich in die Rezeption und begrüßte unsere Sekretärin… Wahnsinn, keine Minute zuhause gab es schon neue News. Ein Passant kehrte über Mittag notgedrungen in unserer Bar ein. Blass und mit Schmerzen in Brust und Arm.
So wie ich es erzählt bekam, haben sie es ganz souverän gemeistert. Denn eine solch’ heikle Situation „Herzinfakt” musste noch nicht mal ich bewältigen. Ist schon aufregend so ein Betrieb, finden Sie nicht!?

Freitagabend, bekamen wir dann noch zwei Busgruppen ins Haus. Schön, denn Däumchen drehen ist auch für uns nicht angenehm. Mein Freund nahm sich extra für mich frei, um mir zu helfen. Am Abend kam der Chef wieder nach Hause und seit dem gibt es – komischer Weise – keine Probleme mehr.
Zuerst dachte ich nur ich müsste eine Feuertaufe bestehen, um mich als Gastwirtin in jeder Hinsicht zu beweisen, doch nach dem Donnerstag musste ich mir fast zugestehen, dass wir alle eine Feuertaufe zu bestehen hatten. Und ich denke, die haben wir mit Bravour bestanden…

Abenteuer – Betrieb… das macht unsere Arbeit als Gastwirte so interessant…
Vielleicht erleben Sie ja mal mit mir so einen spannenden Tag… Natürlich will ich nicht, dass ihnen was passiert oder so aber egal was wir hier in unserem Betrieb erleben, ob großes Abenteuer oder kleines. Es sind Erfahrungen, die einen den Urlaub in Südtirol nicht vergessen lassen. Oder mich einen Arbeitstag….

Also ich freue mich schon auf die nächsten Abenteuer und Feuerprüfungen
Eure Carolyn

2 Kommentare zu „Eine Woche einer Hoteliers-Tochter…“

  • Helga Knecht:

    HALLO CAROLYN ZU DEINEM BERICHT KANN ICH EINFACH NUR SAGEN GUT DASS ES STARKE FRAUEN GIBT.WENN WIR NOCH DAGEWESEN WÄREN HÄTTE ICH DIR GERNE GEHOLFEN.
    WIR HABEN GERADE SO SCHMUDDELWETTER ABER DIE NATUR BRAUCHT DEN REGEN GANZ DRINGEND.ICH WEISS NICHT OB DIR BEKANNT IST DASS ICH DOCH MEINEN FUSS ÜBERTRETEN HABE ALS ICH AUS DEM WOHNWAGEN RAUS BIN.DAS ERGEBNISS IST EIN BÄNDERRISS.SECHS WOCHEN MUSS ICH EINE SCHIENE TRAGEN NA JA JETZT SINDS NUR NOCH DREI.ABER MEINE ENKELIN GIOIA BEMUTTERT MICH GANZ LIEB.LIEBE GRÜSSE AN DAS GANZE TEAM UND MACH WEITER SO MIT DEINEN BERICHTEN ICH LESE SIE GERNE
    HERZLICHE GRÜSSE HELGA KNECHT AUS FILDERSTADT

  • carolyn:

    Hallo Helga!
    Ach Gott du Arme, ein Bänderriss das ist nicht fein… Na gott sei dank, ist es bald überstanden.
    Es freut mich, dass dir meine Berichte gefallen, das ist schön zu hören. Und auch dass du mir unter die Arme gegriffen hättest, macht mir Freude. Denn auch wenn man stark ist, kann man irgendwann umfallen ohne Hilfe.
    Bei uns hat es auch geregnet und auch hier benötigt es die Natur. Die Entschädigung ist wirklich, dass die Natur jetzt explodiert und in einer Farbenpracht strotzt, dass mir das herz springt vor Freude.

    Ich werde mich weiterhin Bemühen euch über uns und mein Treiben auf dem Laufenden zu halten.
    Schön auch ein Feedback zu bekommen, danke dir dafür Helga und grüß deine Familie herzlich von mir und die kleine Gioia ganz besonder… die Pflicht ruft wieder…
    Liebe Grüße aus Latsch

Kommentieren

Veranstaltungen

Events

Vinschgau