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Sonnen verwöhnt (3)

„Berge sehen immer gleich aus!“ So klingt es doch gerne hin und wieder aus so manchen Mündern. Egal wo man ist in den Pyrenäen, den Anden, den Alpen oder sonst wo. Eines haben Berge wirklich gemeinsam. Wer an ihre Spitze will, muss sie erklimmen.

Aber haben sie schon mal daran gedacht „die Steppe“ in den Bergen zu suchen!?

Das hört sich jetzt vielleicht komisch oder gar unrealistisch an. Wie soll man denn eine Steppe in den Bergen finden!? Ich gebe ihnen einen Tipp. In den Alpen.

 

Sollten sie mal Ferien in Südtirol machen, schauen sie sich im Vinschgau – im Westen von Südtirol, mal die kleine Gemeinde Latsch zwischen Schlanders und Naturns an. Diese Ortschaft liegt am Fuße des Latscher Sonnenberges. Ein biologisch wertvoller Abschnitt der südlichen Alpen. Hier geschieht, was sonst nirgends auf der Erde geschieht. Durch starke Passatwinde, die vom Süden her wehen, gelangen Samen und Keime der Sahara und jede Menge Sand auf den Sonnen-verwöhnten Berghang des Vinschgaus. Die außergewöhnliche Lage und die direkte Sonneneinstrahlung bieten den kleinen „Blinden Passagieren aus der Wüste“ ein optimales Klima.

Hinzu kommt der Mangeln an Wasser. 2010 wurde die Ortschaft Latsch neben Gargazon als trockenstes Gebiet Südtirols ausgerufen. Das kommt den Steppensamen nur gelegen. Da hilft das kühle Nass der zahlreichen Waale, bekannte und uralte Bewässerungsgraben, und das des Flusses Etsch nicht viel.

Sommertemperaturen an die 37°C und mehr, die niedrige Luftfeuchtigkeit und andere Faktoren spielen auf eine Länge von 10 km so optimal zusammen, dass am Latscher Sonnenberg Steppenpflanzen prima wachsen und gedeihen können.

Neu ist das allerdings nicht, denn schon die alten Latscher wussten um die Bedeutung des Sonnenberges. So zieren drei Rosen das Wappen der kleinen Gemeinde, die laut einer alten Sage, als Gottes Zeichen aus einem dürren Ast vom Sonnenberg gewachsen sind. Sagen sind schon was Tolles. Einerseits sind es Märchen, die von Großeltern erzählt werden und dann sind sie doch Geschichten mit einem Funken Wahrheit darin. Fügt man noch die ganzen biologischen Tatsachen hinzu: Warum sollte eine Steppenrose nicht auf einem dürren Ast auf dem Latscher Sonnenberg gedeihen können!?

Halten sie also die Augen auf bei ihrer nächsten Wanderung über den Vinschger Höhenweg, nicht, dass die versehentlich in einen Kaktus treten. ;-)

Ihre Carolyn Rinner

1 Kommentar zu „Sonnen verwöhnt (3)“

  • Ela:

    Ich war als Kind mal da und muss sagen, das war auf jeden Fall eindrucksvoll. Der Unterschied zur übrigen Landschaft ist schon sehr markant.

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