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Törggelen…(4)

Im Spätherbst geht in Südtirol die Törggele-Zeit los.
Eine Hymne an gemütlichem Zusammensein. Jeder kennt den Ritus des Törggelen oder hat schon mal zu dieser Zeit Ferien in Südtirol/Vinschgau gemacht. Jungen Wein, auch „Suser“ genannt, mit Speck oder Schlachtplatten, Kas und natürlich gerösteten Kastanien. Aber wissen sie auch wie es zum Törggelen kam, woher es stammt!?

Es gibt unterschiedliche Erklärungsversuche aus den verschiedenen Gegenden. Im Vinschgau, im Westen Südtirols, lernt die junge von der alten Generation und so werden Sitten und Geschichten weitererzählt und weitergegeben.
Mein Großvater erklärte mir einst wie es zum Törggelen kam. Gegenwärtig treffen sich Freunde, Gäste und Einheimische in einem Lokal zum Törggelen. In der Vergangenheit war das ein bisschen anders. Kein Internet, wenig Wirtschaft, keine Logistik und keine geteerten Straßen.
Nach einem langen Arbeitstag war der junge gereifte Wein abgefüllt und auf den Karren geladen. Bereit das örtliche Wirtshaus zu beliefern und um den Wirt von dem jungen Wein nicht alleine trinken zu lassen, wurde sich ein Glas zum Speck genehmigt. Da auch die Kastanien in der Pfanne soweit waren, wurde dem Bauern einige davon mit auf den Weg gegeben. Dieser schickte sich dann schnell zur nächsten Wirtschaft und meinte zum Wirt:“ Es tut mir in der Seele weh, wenn ich im Glas den Boden seh'. Koste von meinem jungen Wein!“ Und ein weiteres Glas Wein wurde angesetzt. Nach dem einen oder anderen wiederholten Ritus, torkelte der Weinbauer in das darauffolgende Wirtshaus. Nach jedem weiteren Glase torkelte er etwas mehr.

Mit den Jahren torkelte man dann etwas weniger von Gasthaus zu Gasthaus, sondern schickte den Knecht. Der Bauer blieb im örtlichen Wirtshaus und törggelte zusammen mit seinem Freund, dem Wirt und den Gästen etwas länger. „Das Trinkgeschirr, sobald es leer, macht einfach keine Freude mehr!“:erklang es von den Gästen. So wurde in gemütlichem Zusammensitzen ein Glas nach dem anderen getrunken.
Heute kennen wir dieses lustigen Abende unter dem Namen „Törggelen“, welches jedes Jahr ein Ferien-Magnet für den Vinschgau und Südtirol ist. Sollten sie mal Ferien hier im Vinschgau zur Törggele-Zeit machen, dann wundern sie sich bitte nicht, sollten sie mal eine von Ruß schwarze Hand zur Begrüßung gereicht bekommen, aber au dem Feuer geröstete Kastanien mit jungem Suser sind einfach zu lecker…

eure Carolyn

P.S: Wir hatten gestern Törggelen mit Schnapsverköstigung… Eine kleine Abwandlung vom traditionellen, aber wir hatten Viel Spaß. Wer noch andere Erklärungen der Geschichte über das Törggelen lesen möchte. Anbei habe ich euch einen Artikel angefügt… Geschichte des Toerggelen

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